Bald gibt’s Neues

Ja, so ein Blog kann auch mal eine ganze Weile brach liegen. Des Schreibers Finger sind dann vielleicht gerade blockiert. Vielleicht auch einfach nur müde. Oder sie haben keine Lust oder gar keine Zeit. So ist das mit den Schreiberlingen: Kreativität kommt und geht. Meine ist bisher noch nicht verschwunden, nur hatte ich keine Ambitionen meinen Blog zu pflegen. Warum? Keine Ahnung. Mir war einfach nicht danach.

Aber bald, das kann ich jetzt schon versprechen, wird es Neuigkeiten geben. Mitte Februar nehm ich an. Da bin ich mir sogar ziemlich sicher. Kommt die Zeit, kommt das Schreiben.

Focus und der (die) Krimi(nalität)

Sachen gibt’s. Nach dem Amoklauf in Winnenden entstand von den Eltern der Opfer eine Aktion, welche auf den Namen “Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden” hörte. Das Ziel: Schärfere Waffengesetze und das Verbot von Killerspielen. Dort tatsächlich so genannt und beschrieben als Spiele, die dazu dienen, Menschen zu töten. Sinn und Unsinn dieser Sache seien mal dahingestellt. Meine Meinung sollte hinlänglich bekannt sein.

Jedenfalls startete das Aktionsbündnis in Stuttgart jetzt eine Aktion, welche dazu aufrief, die bösen Spiele zu vernichten. Ein Container wurde aufgestellt und jeder der ein Spiel hineinwarf, das als Killerspiel gilt (Welches tut das?), der hatte die Chance auf irgendwelche Fußballtickets. Naja. Jetzt ist die Aktion gelaufen und so um die drei dutzend Spiele wurden wohl reingeworfen. Das Bündnis freut sich und sieht das als Erfolg (Ja ne, ist klar! Mal überlegt, wieviele Einwohner Stuttgart hat? Und wieviele von den Leuten kamen wegen der wesentlich teureren Tickets? Meh.). Und der Focus berichtet über die Aktion. Und über eine Gegenaktion.

Schön und gut. Interessiert mich alles nicht mehr wirklich. Nur eine Frage hätte ich an die Mannen vom Focus: Warum legt ihr den Artikel in der Kategorie “Kriminalität” ab?

Eine Wahl der Qual

Die Wahlen sind also gelaufen. Der Bundestag ist gewählt. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie denn der liebe Michael über das Ergebnis denkt. Und siehe da, es sollte nicht weiter überraschen, wenn ich sage, dass ich schwer enttäuscht bin. Als Optimist, der ich wider Erwarten dann doch immer noch bin, muss ich sagen, dass es mich massiv stört, dass die FDP dermaßen stark zugelegt hat. Dass die CDU auch nicht mehr als ein kümmerliches Prozent verloren hat, das geht mir ebenfalls gegen den Strich.

Und was habe ich eigentlich gewählt? Meine Erststimme ging an die Grünen. Mag sein, dass sie in meinem Kreis gegen die CDU keine Chance hatten - aber hey, das kann ich dann auch nicht ändern. Und meine Zweitstimme? Die ging tatsächlich an die Piraten. Ja, ich gehöre zu den 2% unseres Landes, die ihre Stimme tatsächlich dem Motto “Klarmachen zum Ändern” verschrieben haben. Im Bundestag sind sie zwar nicht angekommen, doch haben sie jetzt ordentlich Gelder bekommen, um in Zukunft ihre Wahlkämpfe auszubauen. Und wer weiß, vielleicht schafft man es mit Augenklappen bei der nächsten Wahl.

Trotzdem: Eine Wahl der Qual. Als Student muss ich sagen, dass CDU / FDP mit das Schlimmste sind, was passieren konnte. Studiengebühren bleiben, die Steuern werden ebenfalls - trotz vorheriger Versprechen beider Parteien - wohl nicht gesenkt. Die sozial schwächer Gestellten werden wohl noch mehr bluten müssen, damit jene, mit mehr Geld, wohl noch mehr Geld haben dürfen.

Ach man. Elendes Deutschland. Du hast noch immer nichts begriffen.

Kommentare zum Tage

Mir ist jetzt gerade nicht so danach, diesen Blog sonderlich aktuell zu halten. Keine Ahnung. Zu viel Stress, zu viel zu tun. Keine Motivation, hier auch noch regelmäßig zu schreiben. Ich versuchs aber weiterhin. Vielleicht. Heute einfach mal einige Kommentare zu diversen Meldungen:

1) Nachfolger von Master & Commander in Arbeit
Kommentar: Na klasse. Ich fand den ersten Film schon so unerbittlich langweilig. Zudem war doch der Untertitel “Bis ans Ende der Welt” - wieso sollte man da jetzt noch weiter segeln? Reicht doch wirklich.

2) Europa soll ins All, weil Visionen fehlen
Kommentar: Im Artikel steht, dass die USA, China und Indien und Russland Milliarden verballern, um Forschungen im All zu betreiben und dass Europa so langsam aber sicher ins Abseits gerät, weil man nicht mitzieht. Na und? Liebe Raumfahrt, so leid es mir auch tut: Wieso muss eigentlich jeder Depp auf dem Mond einen Spaziergang machen? Das kostet Unsummen und bringt in den meisten Fällen so oder so nichts. Hat die Welt nicht genug Probleme, für die das Geld sinnvoller ausgegeben wäre?

3) Michael Jackson war ein Junkie
Kommentar: Und? In China ist ein Reissack umgefallen. Der Kerl ist tot, belasst es dabei.

4) Wirtschaftskrise: Jedes vierte Unternehmen will Stellen streichen
Kommentar: Stimmt. Nicht mal Praktikanten können sich die Trottel leisten. Alles Idioten.

5) Immer weniger Leute gehen zu Konzerten
Kommentar: Ja, da weinen die Veranstalter. Gibt aber auch echt kaum noch etwas, das sich lohnen würde. Klingt mittlerweile doch so oder so das Meiste gleich.

Geniale Nachrichten. Naja, was solls. Zu Master & Commander: Immerhin gibt es noch brauchbare Filme. Im Folgenden einfach mal eine Liste von Filmen, die man so in letzter Zeit hier gesehen hat und meine Meinung dazu.

Inside Hollywood: Wer zum Henker hat Robert DeNiro für diese Rolle gebucht? Verschwendetes Talent, der Film ist sowas von übermäßig langweilig.
In China essen sie Hunde: Verstehe den Hype um den Film nicht. Ebenfalls äußerst langweilig.
Shoot Em Up: Überraschend gut. Nonstop-Action, mit viel Witz und Möhrchen. Definitiv ein netter Zeitvertreib.
28 Weeks Later: Schöne Fortsetzung wie ich finde. Kam in der Presse meiner Meinung nach zu schlecht weg. Hat was.
30 Days of Night: Hm. An sich kein besonders überraschender Vampir-Horror. Aber nett gemacht und trotz einiger blutiger Szenen nicht übertrieben abartig.
96 Hours: Guter Actionfilm, der mit glaubwürdigen Szenen überzeugen kann.
Anamorph - Die Kunst des Mordens: Nette Idee aber auf Dauer passiert mir da zu wenig. Wobei die Morde wirklich gut inszeniert sind.
Ben X - Sehr genialer Film von der Idee her. Bin schwer beeindruckt. Leider technisch nicht so gut umgesetzt und die Synchronstimme des Hauptdarstellers geht gar nicht.
Bader Meinhof Komplex: Ja. Hm. Kennt man halt. Aber recht brauchbar umgesetzt.
Das Haus der Daemonen: Fand ich gar nicht mal verkehrt. Interessante Story. Effekte waren etwas lau.
Death Race: Action ohne Ende, schicke Boliden - Hirn aus und gut. Aber trotzdem hat der Film was.
Crank 2: Totaler Rotz im Vergleich zum Vorgänger. Der war wenigstens ununterbrochen actionreich, Teil 2 nervt auf Dauer nur noch.
Der Mann der niemals lebte: Irgendwie passiert in dem Film…. nichts?
Eden Log: Ja. So la la. Ich versteh ihn nicht ganz, wenn ich ehrlich bin. Zudem passiert auch hier irgendwie zu wenig.
Knowing: Kitischiges Alien-Ende aber trotzdem ein schöner Film. Auch die Effekte sind richtig toll.
Saving God: Gute Schauspieler. Ein wenig zu sehr auf den Glauben getrimmt, aber ein guter Film.
Slumdog Millionaer: Genialer Film mit tiefgründiger Handlung.
Tintenherz: Auf jeden Fall ein tolles Märchen. Auch wenn ich die Schauspieler nicht mag.
Terminator: Die Erlösung: Ach. Du. Meine. Güte. Sowas von in die Tonne getreten die Lizenz…
Trade - Willkommen in Amerika: Ernster Film der zu gefallen weiß.

Videos

Für das Studium muss man ein Remake eines Films machen. Das bedeutet auf jeden Fall eine ganze Menge an Arbeit. Auch was Videoschnitt und diese Dinge anbelangt. Im Moment versuche ich mich in die ganze Sache ein wenig einzuarbeiten. Passenderweise durfte ich nun eine Vorschaufassung des Westernshooters Call of Juarez: Bound in Blood (Ubisoft) spielen. Die Vorgaben waren einfach: Eigene Bilder durften keine angefertigt werden. Nur Videos waren erlaubt. Also: Warum nicht gleich erste Erfahrungen sammeln?

Wer also meine Stimme in drei Videos hören möchte, welche auf meinem Rechner produziert worden sind, dem empfehle ich einfach einen Blick in das von Andrè und mir verfasste Preview zu werfen.
Link: http://www.exp.de/showspecial.php?id=1239&aid=multi

Wirre Gedanken Part 2

Gedanken drehen sich hin, Gedanken drehen sich her. Fallen auf uns herab, geben uns Ideen, zeigen uns den Weg und wissen stets mehr als wir, denn wir, die wir sind, wissen nicht, was sie uns als nächstes bescheren. Daraus resultiert, dass Sie, die Gedanken, uns gegenüber im Vorteil sind, da sie bereits wissen, was wir denken werden – und dies, so ganz und gar, bevor wir es gedacht haben. So denken wir vor uns hin, denken vor uns her, glauben stets die Kontrolle über den eigenen Geist zu besitzen, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, ob unser Geist nicht vielleicht die Kontrolle über uns besitzt, da er die Gedanken schneller realisiert, als wir es jemals könnten. So denke ich, dass meine Gedanken mir einen Schritt voraus sind, da sie noch nicht gedacht wurden, jedoch schon wissen, dass sie dereinst gedacht werden sein.

Von Wolken & Rechenzentren

Zur Zeit ist die Games Developer Conference in vollem Gange. Dort werden neue Spiele vorgestellt. Aber nicht nur Spiele finden dort eine Basis, auch neue Ideen und Ansätze werden diskutiert. So auch das berühmte Cloud-Computing. Wer das nicht kennt, dem mag ich es wohl kurz erklären: Im Prinzip läuft es darauf hinaus, dass man im eigenen Heim keinen Computer in diesem Sinne mehr stehen hat. Dafür haben dann Firmen wie z.B. Google (Google ist eines der führenden Unternehmen, welche das Cloud-Computing vorantreiben) riesige Rechenzentren auf der ganzen Welt verteilt stationiert, wo mehrere Millionen Server lagern. Durch schnelle Internetanbindungen plant man, sämtliche Daten auf den heimischen „Computer“ (Was davon dann noch übrig ist) zu streamen.

Um es verständlich zu machen: Wir haben keinen PC mehr zu Hause. Wir haben ihn irgendwo und überall auf der ganzen Welt stehen und zahlen dafür dann monatliche Gebühren, um das Ganze zu finanzieren. Wir können quasi von jedem Ort der Welt auf unsere persönlichen Daten oder was auch immer wir auf „unserer“ Festplatte speichern, zugreifen. Das zumindest ist die Grundidee. Mit den richtigen Leitungen, welche wir zur Zeit noch nicht haben, ist diese Theorie durchaus umsetzbar. Und viele schreien schon jetzt, dass dies die Zukunft sei. Doch viele Andere sagen den größten Flop der Computer-Technik aller Zeiten voraus. Ich ebenso. Der Grund: Datenschutz. Entschuldigt bitte, ich will meine Daten nicht in einem Rechenzentrum von Google lagern. Da können mir die Jungs noch so oft versichern, dass sie mit den hoch sensiblen Sachen ganz, ganz vorsichtig umgehen – ich glaube ihnen nicht. Für mich ist Cloud-Computing ein Schritt in Richtung Überwachungsstaat. Und zwar ein ganz großer, denn rein theoretisch könnte dann der Rechenzentrumbetreiber die Daten ohne Weiteres weiterverkaufen. An Firmen. Oder an Geheimdienste. Oder Regierungen. Oder an Aliens.

Nun kommen doch tatsächlich Leute auf die Idee, das Cloud-Computing für Spiele einsetzen zu wollen. Natürlich hat das Ganze seine Vorteile. So wäre man nicht mehr auf Konsolen oder den eigenen Rechner bzw. dessen Leistungsstärke angewiesen, da in den Rechenzentren mit die stärksten Rechner überhaupt laufen würden. Und man könnte quasi On-the-flow über das Internet zocken. In den höchsten Detailstufen. Ein Traum? Noch ja, doch machbar ist auch dies mit Sicherheit. Dennoch hoffe ich, dass es nie soweit kommt. Dass die Menschen so vernünftig sind, sich dem zu verweigern, auf dass die Industrie meinetwegen Milliarden an Euros vernichtet. Würde das Cloud-Computing im Spielebereich akzeptiert werden, so wäre der Schritt die eigenen Daten auf den Servern zu speichern, nicht mehr weit. Und dann gehören uns unsere Daten schon bald nicht mehr allein, sondern potenziellen Käufern ebenfalls.

Nutzer der Computer dieser Welt, ich hoffe auf euch. Auch wenn meine Hoffnung nicht besonders groß ist, wenn ich aktuelle Kommentare zum Thema lese. Dort sieht man von Privatnutzern oft hemmungslose Jubelschreie, wie toll dies doch alles sei. Und schon wundert es mich nicht, dass der Mensch stets dazu neigt, eine Diktatur zu bevorzugen. Ich hoffe einfach weiter. Hoffe, dass die Projekte so viel Geld kosten und am Ende gnadenlos in den Sand gesetzt werden, dass nimmer mehr ein Konzern auf die Idee kommt, all dies für den Privatbereich etablieren zu wollen. Für Firmen mag das Cloud-Computing nämlich dennoch Vorteile bringen. Aber der Privatbereich? Wie gesagt: Ich hoffe.