Pressefreiheit Adè

Die PC World ist ein sehr bekanntes Printmagazin (und auch Onlinemagazin) im PC Bereich. Das steht außer Frage. Doch nun ist etwas geschehen, was mich an der deutschen Pressefreiheit, welche zumindest in unserem Grundgesetz verankert ist, zweifeln lässt. Und zwar eben bei dieser Zeitschrift. Zumindest, wenn das Schule macht.
Was ist also passiert? Wie der Inquirer berichtet, ist der aktuelle Chefredakteur seinen Job los. Gefeuert. Warum? Weil er einen Artikel schreiben wollte. Dieser trug den Titel „10 Dinge, die wir an Apple hassen“ - Es sollte ein humoristisches Werk werden, doch dem Verleger war schon das zuwider. Colin Crawford, der Chef des Verlages, veranlasste die Kündigung des Chefredakteurs. Außerdem bemängelte er auch noch, dass die Redakteure allgemein zu kritisch seien. Ganz besonders verwies er hier auf kritische Artikel über Anbieter, welche Anzeigen in der Zeitschrift schalten.
Laut dem Inquirer bekam der, nun ehemalige, Chefredakteur sogar des öfteren Anrufe von Steve Jobs persönlich, wenn diesem etwas in einem Artikel über Apple nicht gefiel.
Wo soll das hinführen? Vor einiger Zeit war in der Spielebranche schon ein riesen Wirbel (wie sich rausstellte um nichts) entstanden, weil irgendwer irgendwo behauptete, dass alle irgendwie korrupt seien. Damals war ich ein Verfechter der Onlinemagazine, kritisierte die Vorwürfe auf das Schärfste. So etwas konnte ich mir einfach nicht gefallen lassen. Und nun sehe ich, wie eine andere Sparte vor sich selbst einknickt. Die Pressefreiheit schwindet, kritische Artikel lassen sich durch genügend Anzeigenkäufe aufheben. Selbst ein Chefredakteur ist gegen so etwas nich mehr immun. So etwas muss doch zu verhindern sein…